Coriolanus
von William Shakespeare
Premiere im Grillo-Theater
1. Oktober 2011
- Inszenierung
- Thomas Krupa
- Bühne, Kostüme und Video
- Andreas Jander
Jana Findeklee und Joki Tewes - Musik
- Simon Camatta
- Dramaturgie
- Vera Ring
- Caius Martius Coriolanus
- Tom Gerber
- Titus Lartius
- Jens Ochlast
- Cominius
- Jan Pröhl
- Menenius Agrippa
- Gerhard Hermann
- Sicinius Velutus
- Melanie Lüninghöner
- Junius Brutus
- Holger Kunkel
- Volumnia
- Ines Krug
- Virgilia
- Lisa Jopt
- Tullus Aufidius
- Laura Kiehne
- Verschwörer
- Jörg Malchow
Claudia Frost
Johann David Talinski
Rebellion liegt in der Luft: Das Volk von Rom geht auf die Straße. Es hat kein Brot, keine Stimme, keine Zukunft. Vor allem gegen den erfolgreichen General Caius Martius, der kein Hehl aus seiner Verachtung für den protestierenden Pöbel macht, richtet sich der Volkszorn. Doch die aufkeimende Revolte wird erstickt durch die drohende Invasion der Volsker, angeführt von Martius’ Todfeind Tullus Aufidius. Caius Martius zieht in die Schlacht – und kehrt als gefeierter Kriegsheld zurück. “Corialanus” nennt man ihn nun, hat er doch fast im Alleingang die Stadt Corioli eingenommen. Jetzt steht ihm die Tür in die Politik offen. Zwar hält sein eigener politischer Ehrgeiz sich in Grenzen, aber nicht wenige seiner Mitstreiter und vor allem seine Mutter Volumnia sähen ihn gerne in einer führenden Position. Doch Coriolanus mag ein brillanter Feldherr sein, ein Diplomat ist er nicht: Viel zu stolz ist er, seine militärischen Verdienste für seinen Wahlkampf zu nutzen. Er hat sein Leben riskiert für die Stadt – muss das nicht reichen? Diesen Mangel an Diplomatie machen sich seine Gegner zunutze und instrumentalisieren das Volk für ihre eigenen Zwecke: Es kommt zum Aufstand gegen Coriolanus. Der einstige Kriegsheld wird verbannt und schwört Rache. Er verbündet sich mit seinem größten Feind Tullus Aufidius und marschiert gegen Rom …
William Shakespeare hat seinen um 1607/08 entstandenen “Coriolanus” im Rom des 4. Jahrhunderts v. Chr. angesiedelt, doch die zeitlose Parabel um Machtgewinn und Machterhalt könnte auch an jedem anderen Ort spielen, zu jeder anderen Zeit. In seinem vielleicht politischsten Drama analysiert Shakespeare die Strukturen einer Gesellschaft, in der das Mitspracherecht noch absolutes Neuland ist und zeigt die Mechanismen von (Selbst-)Inszenierung und Instrumentalisierung, von Täuschung, Manipulation und Widerstand.
Die “Coriolanus”-Inszenierung wird auf einer Raumbühne realisiert.
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